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Normal u. Abnormal

Was ist Normalität? Diese Frage stellen sich wahrscheinlich viele, aber man erhält meist nur profane antworten die nichts weiter sind als verallgemeinerte Meinungen. Tatsache ist, dass sich Normalität nicht Individuell definiert, sondern sie definiert sich in einem Kollektiv. Ein Kollektiv existiert theoretisch nur innerhalb der Personen, die sich den Werten und Vorstellungen der Gemeinschaft anpassen, wer sich nicht verpflichtet fühlt und sich nicht anpasst, der gehört nicht zum Kollektiv.

Die Gesellschaft, also das Kollektiv, welches die Normalität definiert fällt aber nicht unter diese Regel. Würde die Gesellschaft diese Regel einhalten, so wären Aussteiger keine Randfiguren, die man einfach ignorieren könnte, nein sie werden zu etwas schlechtem gemacht. Sie werden zu etwas gemacht, über das man die Nase rümpfen kann. Würde sich die Gesellschaft an die oben erwähnte Regel halten, dann würden Außenseiter vor weitaus weniger Problemen stehen.

Es mag durchaus sein, dass wenn jemand aus dem Kollektiv austritt, dass er dann ein – für die Mitglieder des Kollektivs – Außenseiter wird, jedoch nicht eine unerreichbare Person für die, die ihn erreichen wollen. Die Gesellschaft als Kollektiv bekämpft nicht nur die, die sich gegen das Kollektiv stellen, nein sie bekämpft auch jene die im Graubereich existieren, also jene die nicht eindeutig für und nicht eindeutig gegen das selbige sind.

Der Begriff Kollektiv ist sicher nicht unumstritten – besonders bei Bezug auf die Gesellschaft – doch er erscheint hier mehr als passend. Es ist sicherlich wahr, dass jeder Mensch, jeder Teilnehmer des Kollektivs, seinen "eigenen Willen" hat, jedoch wird eben dieser "freie" Wille durch die Gesellschaft gelenkt. Der Begriff "freier Wille" wird hier also ad absurdum geführt. Etwas, das von einer andern Macht kontrolliert bzw. gelenkt wird, kann man wohl nur mehr schlecht als frei bezeichnen.

Was wir als normal ansehen wird von Normen und Werten als eben dieses eingestuft. Was wir für normal halten wird größtenteils durch unsere Erziehung und unserer Kultur bestimmt. Ich möchte hier als einfaches Beispiel anführen, dass es in unserer Gesellschaft nicht als normal gilt Käfer, Kakerlaken, Ameisen…usw. zu verspeisen, in Asien hingegen gelten diese Tiere, welchen wir hier zu lande mit größter Abscheu entgegentreten, als große Delikatesse. Im allgemeinen wird gerne gesagt das dies nicht normal sei. Was jemand also für normal, abnormal für richtig oder falsch hält ist also nicht die Entscheidung des Einzelnen, nein vielmehr ist es die Entscheidung der Masse, der Gesellschaft des Kollektivs.

Die Macht des Kollektivs lässt sich am besten an der Definition von Richtig oder Falsch erkennen. Jeder Mensch der eine Blutlache und eine Banane sieht, wird sofort sagen, dass das Blut die Farbe rot und die Banane die Farbe gelb habe. Dies ist allerdings nicht so, weil es eine unumstößliche Tatsache ist, nein es ist so, weil es dem Menschen so beigebracht worden ist. Würde man ein Kind von Geburt an von der Gesellschaft und allen anderen Menschen – bis auf einen kleinen Kreis – isolieren, und ihm erklären, dass Blut gelb sei und eine Banane die Farbe rot habe, so würde das Kind dies auch so sehen. Namen die Dingen oder Farben zugeordnet sind lassen sich also beliebig vertauschen. Diese Begriffe sind also nicht absolut sondern bedingt.

Genauso verhält es sich mit der Realität, mit Scham, mit Ekel…. Diese Aufzählung ließe sich unendlich lange fortsetzen. Ich werde hier jedoch nicht jeden Gegenstand erklären, warum er oder sie oder es auch anders gesehen werden kann. Die Normalität bildet hier keine Ausnahme, dennoch wundern wir uns wenn etwas geschieht, was unseren Vorstellungen nicht entspricht und sagen dann: "Das ist doch nicht normal!"

Die Normalität ist ein Soll aber sie sollte kein Muss sein. Menschen bestreben immer die Normalität zu erreichen. Es wird dabei nur immer wieder vergessen, dass die Normalität sich ständig verändert und sich in ständigem Wandel befindet. Werte die zu einem Zeitpunkt absolute Gültigkeit zu haben scheinen könne zu einem andern Zeitpunkt bereits völlig an Bedeutung verloren haben.

Normalität kann man also nicht absolut definieren, warum aber hat sie dann für uns so einen hohen stellenwert? Die Frage ist recht simpel zu beantworten. Weil wir Menschen Kontroll-Fanatiker sind. Wenn wir keinen Regeln, Normen oder der gleichen aufstellen, dann können wir uns nicht mehr selbst kontrollieren, dann sind wir nicht mehr in der Lage uns selbst zu beurteilen. Wenn wir nicht einmal mehr über uns selbst Kontrolle haben, über was haben wir dann noch Kontrolle, was können wir dann noch beherrschen?

Hierzu ist jedoch noch zu erwähnen, dass es keinen Beherrschten bzw. Beherrscher geben kann ohne den jeweils anderen. Abnormalität kann es ohne Normalität nicht geben. Es kann keine Außenseiter geben ohne ein Gruppe die sich als ganzes bzw. eins definiert. Es herrscht also eine Koabhängigkeit, das eine kann nicht ohne das andere. So sehr wir auch versuchen alles zum Besten zu wenden, was auch immer das für den einzelnen bedeuten mag, so würden wir ohne das Gegenteil nicht wissen was wir wollten. Als letztes und Abschließendes Beispiel möchte ich hier sagen, dass wir ohne Krieg den Frieden nicht schätzen würden, ja das wir ohne den Krieg nicht einmal wüssten, dass wir Frieden hätten.

5.5.08 17:26


Der Tod

Abgesehen von Zahlen und der Macht eines eventuell existierenden Gottes ist alles endlich. Das Leben eines Sternes endet genauso, wenn auch nach einer längeren Zeitspanne, wie das von uns Menschen. Über Jahrtausende hin weg hat uns Menschen immer wieder eine Frage bewegt, was ist es, dieses nicht existierende, jedoch permanent präsente Ding genannt Tod.

Nun stellt sich die Frage, was ist der beste, wenn auch nur subjektiv korrekte Weg, um ihm zu begegnen. War oder ist der Kampf die Lösung? Kommt derjenige, der für seine Ideale und Überzeugungen antritt, in den Genuss eines anderen Todes, wie jemand der nur des Kämpfens wegen kämpft? Gibt es den Tod überhaupt oder etwa nur einen Tod der uns alle, gleich ob Mensch, Tier oder Pflanze ereilt?

Um solch eine Frage beantworten zu können, müssten, wenngleich auch nie sicher, wissen, wer oder was der Tod ist. Das wer bezieht sich hier jedoch nicht auf die mögliche menschliche Ursache unseres Dahinscheidens, nein vielmehr drehen sich hier die Gedanken und Thesen um "höhere Wesen", die in der mystischen Hierarchie den Engeln Gleich gestellt sind, nicht umsonst gibt es die Vorstellung eines so genannten Todesengel. Aufgrund der Tatsache, dass Menschen, gleich ihres Standes, wohl die Begegnung mit diesen wesen weder berichten, noch würden wir solchen berichten, würden sie berichtet werden, glauben schenken.

Auch variiert die Darstellung der Person des Todes von Kulturkreis zu Kulturkreis. Während im nicht amerikanisierten Europa ein mal ein Skelett mit einer Sanduhr, die Verkörperung des Todes war, so wurde in Amerika diesem Geschöpf der Schrecken genommen, in dem man diesem Ehrfurcht gebietenden Geschöpf einfach einen Kapuzenmantel übergeworfen hat. Im japanisch-asiatischen Raum, ist der Tod nicht mehr auf die Stufe eines Engelsgleichen Wesens reduziert, hier wird er zum Gott erhoben. Hier tritt dann die Teilung zwischen Shinigami (Todesgott) und Kami (Gott bzw. Schöpfungsgott). Auch haben die verschiedensten Sparten des menschlichen Daseins unterschiedliche Definitionen für den Tod.

In der Religion ist er meist die Tür, nach derem kurzen durchschreiten man in das "nächste Leben" eintritt. Andere wiederum sagen, dass der das Ende einer Existenz in jeglicher Form bedeutet. In beiden Fällen wird versucht die Masse zu manipulieren, denn sollte man seinen Mitmenschen etwas antun, und zwar bewusst, so würden nur Qualen auf derjenigen warten, wie diese Aussehen variiert von Glaube zu Glaube.

5.5.08 19:30


Wertigkeit eines Menschen

Was ist ein Mensch wert? Hat ein Mensch überhaupt einen Messbaren Wert, den man in Zahlen fassen kann, oder handelt es sich hier um einen rein subjektiven Wert. Wir behandeln Menschen die nicht genau unserem Ideal entsprechen schlecht, aber warum?

Ein hervorragendes Beispiel hierfür sind die Einwanderer. Ich beziehe mich hierbei auf Österreich. Die Rechte Seite verzeichnet einen immer stärkeren Zuwachs indem sie gegen die Zuwanderer insbesondere gegen die Türken wettert. Es wird meist Argumentiert, dass die Türken nicht hier her gehören würden, dass sie den "Einheimischen" die Arbeit wegnehmen würden. Doch dies ist schlicht und ergreifend falsch. Es wird leider allzu oft vergessen, dass wir es selber waren, die die Ausländer in "unser" Land geholt haben. Wir haben die Ausländer zu uns geholt, weil wir uns zu gut waren für die "Drecksarbeit". Wir haben die Arbeit, die wir nicht machen wollten einfach an die Ausländer weitergegeben, welche die Arbeit für einen Bruchteil des Lohnes gemacht haben. Nun da die Jobs knapp sind und die Ausländer teilweise eine Bessere Arbeitsmoral haben, nun wehren wir uns und beklagen unsere Lage.

Die klagen beziehen sich in 90% der Fälle auf die "jungen" Türken. Ich habe bis heute kaum gehört, dass sich ein alter Türke daneben benommen habe, oder dass er unfreundlich oder gar Beleidigend war. Diese Probleme treten meist nur in Verbindung mit den Jungen sprich Jugendlichen auf. Diese Kinder sind hier aufgewachsen und sind doch nicht hier zu hause. Die Eltern waren aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Diese Erst-Immigranten hatten nach ihrer Ankunft in Österreich nichts mehr, nichts mehr außer ihrer Sprache und ihrer Religion. Ich kann jeden Türken verstehen, der an seiner Sprache und seiner Religion festhält. Denn diese beiden Sachen sind alles was ihnen noch geblieben ist. Bei den Jugendlichen ergeben sich jedoch andere Probleme. In der Türkei ist die Rolle der Frau eine andere als wie in Europa. Der Mann hat in der Türkei viel mehr Freiheiten. Türkische Jugendliche sind meist etwas isoliert, dies liegt jedoch nicht nur an ihnen. Es liegt auch an den "Einheimischen".

Ich bin selbst davon überzeugt, dass wir sprich dass Österreich nicht unendlich viele Immigranten aufnehmen kann. Allerdings die derzeitigen Politischen Forderungen von diversen Politikern sind die reinste Farce. Der derzeitige Einbürgerungstest stellt fragen über die Geschichte Österreichs, die selbst Österreicher kaum wissen. Ich verstehe ja noch, dass sich Immigranten einem Deutsch-Kurs zu unterziehen haben, da die Sprache eines neuen Landes nun mal das wichtigste ist, wenn man dort zu leben wünscht. Ich kann jedoch nicht verstehen, dass bei Immigranten überzogen strenge Richtlinien gelten sollen. Wenn sich Immigranten auf demselben sprachlichen Level befinden wie "Einheimische" so genügt dies, meiner Überzeugung nach völlig. Es gibt mitunter durch aus auch Österreicher die der Standardsprache sprich Hochdeutsch nicht fähig sind.

Die Wut eines verzweifelten ist es, was Rechtsradikale Gruppen nährt. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass wir hier noch sehr gut aufzupassen haben, denn wenn wir diese Entwicklung nicht im Auge behandeln, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein neuer Adolf Hitler an die Macht kommt. Dies ist keine Irreale Vorstellung, sondern lediglich eine pessimistische Darstellung der Zukunft unter Betrachtung der Gegenwart.

5.5.08 21:34


Menschlichkeit

Was ist Menschlichkeit? Ist Menschlichkeit nur einen anderen nicht zu töten oder ist Menschlichkeit vielleicht etwas mehr? Wo kann man in unserer heutigen Zeit denn noch Menschlichkeit finden?

Um zu klären wo man sie noch finden kann, bzw. ob man sie überhaupt noch finden kann, müssen wir zu allererst einmal klären was Menschlichkeit in unsere Heutigen Zeit, in unserer gegenwärtigen Gesellschaft überhaupt noch ist.

Von allen politischen lagern wird Menschlichkeit gefordert, jede Partei, jeder Spitzenkandidat fordert sie. Was aber verwunderlich machen sollte, ist das niemand mehr sagt was er unter Menschlichkeit versteht (!) es werden nur noch leere Phrasen ausgespuckt. "Wir fordern wieder mehr Menschlichkeit in der Politik…wir werden für den kleinen Mann einstehen…wir werden die Familien unterstützen…" Welche dieser Aussagen beschreibt Menschlichkeit? Wissen wir überhaupt noch was Menschlichkeit ist und was nicht.

Wenn wir Menschlichkeit mit ansehen würden, wir würden sie wahrscheinlich nicht einmal mehr erkennen, so verblendet sind wir von vermeintlicher Menschlichkeit, welche uns von den verschiedenen Lagern eingetrichtert wird. Worauf ich hinaus will ist, dass Menschlichkeit nicht länger praktiziert werden muss, man muss nicht einmal in der Lage zu sein sie zu erkennen, man erschafft sich einfach eine eigene Definition von Menschlichkeit.

Es würde mich nicht allzu sehr verwundern, wenn diese neue Art von Menschlichkeit eine Erfindung eines cleveren PR Agenten wäre. Was haben wir von uns, den Menschen noch zu erwarten, wenn wir nicht einmal mehr in der Lage sind menschlich zu sein, es ist doch gewisserweise Ironisch, wenn Menschen nichts tun würden, dann müssten sie doch alleine durch ihre Existenz menschlich sein, oder etwa nicht?

Wenn wir nicht blad wider in den Besitz unserer Menschlichkeit, unserer Menschlichkeit und nicht derer die man versucht uns einzureden, dann haben wir vielleicht wieder eine Chance auf eine Zukunft, denn ohne Menschlichkeit können Menschen doch nicht existieren, denn schließlich bedingt der Mensch die Menschlichkeit und die Menschlichkeit den Menschen.

5.5.08 21:40





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